Ab wann sollte man den Kinderwagen nach vorne richten?
Kinder sehen die Welt mit eigenen Augen. Es gibt jeden Tag etwas Neues zu erleben und neue Dinge zu entdecken. Und gerade beim Spaziergang mit Mama und Papa. Die Kleinen wollen aus dem Wagen schauen, mit ihren Äuglein in die große, weite Welt. Doch ab wann sollte man die Blickrichtung des Kindes nach vorne richten?
Kinder bekommen Eindrücke
Die meisten Kinder werden mit dem Blick nach vorn gerichtet, sobald sie selbstständig sitzen können. Die Eltern möchten ihre Lieblinge fördern und sie möglichst schnell mit der zu entdeckenden Welt vertraut machen.
Dort ein Hund, da eine Eisenbahn und schau dir noch die schönen Farben der Blumen an. Doch ist es wirklich förderlich für die Jüngsten?
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Richtig oder falsch?
Spezialisten sehen diese Frage sehr kritisch. Kinder reagieren noch viel feinfühliger auf die Sinneseindrücke, die diese Welt für sie bereit hält. Während wir einzelne Informationen nach der Wichtigkeit differenzieren und aussortieren können, kann dies ein kleines Kind noch nicht.
Für das kleine ist jeder Geruch, jedes gesehene Teil und sei es noch so klein, wichtig. Dies führt unter Umständen zu einer Überlastung, welches das Kind verängstigen kann. In diesem Augenblick braucht ein Kind die Rückendeckung von seiner Bezugsperson.
Kann das Kind, mit der Vielzahl an Eindrücken noch nicht umgehen, sucht es den Blickkontakt der Eltern.
Aber was ist, wenn die Eltern nicht im Blickfeld sind?
Das Kind empfindet vielleicht emotionalen Stress. Es fühlt sich überfordert, allein gelassen und eingeschüchtert von der Welt. Dies schadet nicht nur dem Kind, sondern auch dem Vertrauen zu seiner Bezugsperson. Darüber hinaus weiß ein Erwachsener selbst gut genug, wie schlecht es sich schlafen lässt, wenn man einmal Stress hat und die Gedanken abends im Bett um alle möglichen Dinge kreisen.
Anders geht es einem kleinen Kind auch nicht. Dabei sollte man bedenken, dass ein kleines Kind seinen Schlaf noch weitaus dringender braucht als ein bereits ausgewachsener Mensch. Der Schlaf ist ein Prozess von verschiedenen Phasen, in dem der Mensch Erlebtes wiederholt, wichtige Informationen aussortiert und festigt beziehungsweise abspeichert.
Ohne ausreichend Schlaf, kann es unter anderem zu Entwicklungsstörungen kommen. Und das ist der Alptraum für jedes liebende Elternteil. Daher empfehlen Experten, das Kind erst nach der Vollendung des zweiten Lebensjahres mit der Blickrichtung nach vorne auszufahren.
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Ein Experiment
Nehmen Sie sich einen Freund oder eine Freundin an ihre Seite. Gehen Sie gemeinsam in ein Kleidungsgeschäft. Ihre Begleitung überlegt sich einen Auftrag für Sie. Beispielsweise suchen Sie Kleidungsstücke mit der Farbe Rot. Sie selbst geht ebenfalls durch den Laden und sucht sich etwas heraus, was ganz und gar nicht zu ihrem Auftrag passt. Zum Beispiel die Frisur der Verkäuferin.

Was denken Sie wird geschehen? Da sie auf den Auftrag ihrer Begleitung geachtet haben, haben Sie alle anderen Dinge als unwichtig eingestuft und nicht darauf geachtet. Dabei wird Ihnen die rote Kleidung bewusst aufgefallen sein, während höchstwahrscheinlich die Frisur der Verkäuferin komplett unbewusst wahrgenommen wird und untergegangen ist.
Ihrem Kind geht es da genau anders herum. Es achtet auf alles, da es nicht unterscheiden kann, was in diesem Moment für es wichtig ist und was nicht.
Fazit 2026: Ab wann Kinderwagen nach vorne richten
Eltern sind nach der Geburt stolz auf ihr Kind, wie sollte es auch anders sein und möchten es natürlich nach bestem Wissen und Gewissen fördern. Doch in diesem Fall ist weniger mehr. Das Kind sollte so lang wie möglich Augenkontakt mit der Person haben, die den Kinderwagen schiebt und nicht nach vorne gerichtet sein.
Es festigt das Vertrauen und lässt das Kind sich wohl und geborgen fühlen, was sich positiv auf die Entwicklung und auch auf den Schlaf des Kindes auswirken wird. Ein entspanntes Kind lernt besser die gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten und ein guter Schlaf beschleunigt diesen Prozess, da im Schlaf die Informationen wiederholt und differenziert werden und das Kind bald entscheiden kann, was für es selbst wichtig oder eher unwichtig ist.
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