Kinderwagen Kriterien

Kinderwagen Kriterien Test: Kritisiert enge Abmessungen und Schadstoffe

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Bergsteiger Capri Kombikinderwagen Test
Unser Testsieger: Bergsteiger Capri

Ein Kinderwagen kostet heutzutage um die 1.000 Euro. Deswegen zählt ein Kinderwagen oft zu einer „Luxuskarosse“. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) findet daher aktuelle Tests über Kinderwagen „zum Schreien“. Da diese enge Abmessungen feststellten und die Schadstoffe zutage förderten. Die Babys sind in manchen Kinderwagen geradezu eingezwängt.
14 Kombikinderwagen, die bis ca. dreieinhalb Jahre geeignet sind wurden von der deutschen Stiftung Warentest untersucht. Das Baby liegt die ersten Monate in einer Tragetasche. Diese wird später gegen einen Sitz ausgetauscht. In der März-Ausgabe des Magazins „Konsument“ sind die Resultate nachzulesen.

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Teuer ist nicht immer besser

Der Kinderwagen Trailz von Stokke, der das teuerste Produkt war, hat die schlechtesten Werte bekommen. Die Kritik lautete: „Im Schiebergriff der ehemaligen norwegischen Nobelmarke, die inzwischen fest in südkoreanischer Hand ist, fanden die Prüfer kurzkettige Chlorparaffine. Sie machen Kunststoffe weich, stehen aber in Verdacht, Krebs zu erzeugen“. Die EU verbietet seit 2016 diese Substanzen in den Verkehr zu bringen. Der Kinderwagen wurde von Stokke inzwischen zurückgerufen. Allerdings aber wegen eines Mangels bei der technischen Sicherheit.

Unsere Empfehlung

Britax Go Buggy TestAls einziger mit „gut“ wurde das Kinderwagen Modell Go von Britax der Sieger. (Um die 970 Euro). Der Kinderwagen Turbo 6S von ABC-Design und der Malibu XL All in One von Hauck (waren mit 350 Euro bzw. 365 Euro die mit Abstand billigsten Kinderwagen im Test) und der Voletto Sport von Knorr-Baby (630 Euro) schnitten mit „durchschnittlich“ ab. Es wurde auch weiters achtmal mit „weniger zufrieden stellend“ und zweimal mit „nicht zufrieden stellend“ geurteilt.
Der Bezug beim Modell Day Earth von Joolz enthalte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) wie Naphthalin. In den Griffen des Kinderwagen Maxi-Cosi Mura 4 Plus und des Bugaboo Cameleon3 Base steckten laut „Konsument“ geringe Mengen Chlorparaffin. Naturkind beweist, dass es auch ohne geht. Für die Tragetasche wurde Schurwolle statt Polyesterwatte verwendet, die Griffe vom Kinderwagen sind aus Kork und die Rückenstütze ist aus einer Echtholzplatte.

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Naturkind Kinderwagen ohne SchadstoffeDer Kinderwagen Terra Plus von Naturkind scheiterte aber auch wie viele andere Modelle an der kindgerechten Gestaltung. Optimal wäre eine Liegefläche von 35 mal 78 cm für das Baby. Kürzer oder schmäler waren aber die meisten Tragetaschen. In den untersuchten Modellen der Marken Hartan, Naturkind, Maxi-Cosi und Gesslein sei es besonders eng. Hier hat das Kind mit Fußsack und dicker Windel nur weniger als 30 cm Breite zur Verfügung. Die Tragetaschen von Peg Perego, Maxi-Cosi und Mutsy seien etwas zu kurz geraten. Schon nach 4 Monaten stoßen etwas größere Babys in ihnen mit den Füßen an.
Das Baby sollte am Anfang nach der Geburt flach und rückenschonend liegen.

Achten Sie auf Flexibilität beim Kinderwagen

Erst wenn das Kind sich alleine aufsetzen kann (frühestens ab dem 7. Monat) sollte es in den Kinderwagensitz. Bei Modellen, bei denen sich Lehne und Fußteil nicht extra verstellen lassen können, ist dies gar nicht möglich. Der Kinderwagen Test zeigt, dass die Verstellbarkeit auch dazu wichtig wäre, damit der Sitz mit dem Kind mitwachsen kann. Während große Kinder mit dem Kopf über die Lehne herausragen, bräuchten kleine, zarte Kinder in manchen Kinderwagen sitzverkleinernde Polster.
Die Konsumentenschützer warnen, dass Schrittfreiheit und verstellbare Schieber nicht selbstverständlich seien. Deswegen sollten Eltern auch im Geschäft unbedingt vor dem Kauf eine Probefahrt mit dem Kinderwagen machen.

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